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Vielleicht müsste man mutiger sein!

4. September 2016

Mutlosigkeit. Ist der Hemmschuh, der uns davon abhält, einen neuen Weg einzuschlagen oder den nächsten Schritt zu gehen. Die (vermeintliche) Komfortzone zu verlassen und mal zu schauen, was es über dem eigenen Horizont sonst noch so geben mag. Natürlich, es gibt auch gute Gründe, im vertrauten Umfeld zu bleiben, das aus Eltern, Familie, Freunden und der Lieblingskneipe besteht, und ich möchte nicht in Abrede stellen, dass auch dies zu einem glücklichen Leben führen kann. Dann eben etwas eingeschränkter, nicht zwangsläufig schlechter. Doch ist man so rastlos und innerlich getrieben wie ich, dann stellt sich durchaus häufiger die „was wäre wenn“-Frage: Was wäre gewesen, wenn ich den anderen Weg gegangen, das Risiko gewagt hätte?

Etwas nicht zu tun, ausschließlich getrieben von der Angst negativer Konsequenzen, mag bei moralisch fragwürdigen Vorhaben korrekt, ansonsten aber hemmt es etwas, das durch nichts in der Welt zu ersetzen ist: Neue Erfahrungen! Wenn ich auf Ewig an meinem Job festhalte, ob er mir Freude bereitet oder nicht, werde ich niemals herausfinden, ob da draußen nicht noch eine andere spannende Aufgabe auf mich wartet. Entschließe ich mich, nach einer krachend gescheiterten Beziehung den Freuden der Liebe zukünftig zu entsagen, um dem Schmerz einer Trennung in vorauseilendem Gehorsam zu entgehen, beraube ich meinem Leben möglicherweise viele schöne Stunden. Reise ich nur und immerzu an denselben Urlaubsort, wähne ich mich dort zwar bald zuhause, mein Auge bleibt aber verschlossen für die Schönheiten anderer Teile dieser Welt. Und diese Aufzählung ließe sich durchaus noch lange fortführen.

Man sagt ich sei ein Wortvirtuose, so etwas wie ein Künstler auf der Klaviatur der Buchstabenvielfalt, doch gestalte ich mit den Fingern nur die Stories meines Lebens in eine lesbare Gestalt um, gieße Gedanken in Form und hoffe, dadurch etwas Interessantes, Fühlbares zu kreieren. Trotzdem habe ich lange Jahre nicht mal ansatzweise darüber nachgedacht, auch das Beruflich in diese Richtung zu entwickeln. Klar, ich war schon in manchen Redaktionen, nebenberuflich, schreibe viele Reiseberichte (anonym), habe ein Kinderbuch zusammengebastelt (ohne finanziellen Erfolg) und verfasse diesen Blog. Aber professionalisiert ist davon im Großen und Ganzen nichts, einfach, weil ich es aus Freude und für mich mache. Aber wäre nicht gerade das ein Grund, es auch für den täglichen Broterwerb zu nutzen?

Nun, genau da knüpfe ich aktuell an, hole mir momentan etwas Hilfe bei der Popularitätssteigerung dieser Seite und möchte mit dem schon erwähnten journalistischen Fernstudium noch ein wenig Rüstzeug erwerben, um an meinem Stil zu feilen und ein paar neue Kniffe kennenzulernen. Doch bedurfte es etwas Mut und einen mentalen Tritt in meinen Hintern, um mich dafür zu entscheiden. Ich schreite nun in eine etwas ungewissere Zukunft, doch aktuell fühle ich mich gut dabei. Was nichts daran ändert, dass auch ich zweifle, mich frage, wohin mich das alles führen wird und eigentlich ja auch die räumliche Nähe von Rheinland und Ruhrgebiet nicht aus den Augen verlieren möchte. Doch wenn ich das nun nicht mache, werde ich es vermutlich bis auf das Sterbebett hin bereuen. Erst kürzlich durfte ich in Tagebüchern meiner verstorbenen Oma lesen, dass das Leben gerade in den letzten Jahrzehnten eben nicht die Freuden bereit hielt, die wir uns alle für sie gewünscht hatten.

Nein, ich habe wirklich keine Ahnung, wie sich das nun alles entwickeln wird, doch lerne ich durch diverse Erlebnisse der vergangenen paar Wochen, das ein Rückblick zwar ok ist, den Weg nach vorne aber nicht vorgibt, sondern lediglich mit dem Erfahrungsschatz vergangener Erlebnisse glänzt. Die Zukunft gestalten lässt sich dadurch nur bedingt, den Mut zu neuen Wegen muss man schon ganz befreit und selbst angehen. Was ich mir nun vorgenommen habe, was ich angehen werde. Die letzten Arbeitstage werden sicherlich emotional und schmerzhaft, aber dann erwarten einen Chancen, Risiken und Erlebnisse. Ich bin gespannt und lasse mich nicht nur überraschen, sondern leite das ein oder andere gar eigenständig ein. Wohin auch immer das dann führen wird.

Keep on rockin´
Ree

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