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Eine Lektion in Gelassenheit! (018/222)

10. Juni 2017

Angespannt. Unruhig und überhaupt nicht in mir ruhend bin ich bei emotional vermeintlich aufwühlenden Themen. Adrenalin durchströmt mich und an Schlaf ist tage-, ach wochenlang nicht zu denken.Ich wälze mich hin und her, könnte vor innerlichem Druck laut aufschreien und weiß prinzipiell nicht, welche Entscheidung zu treffen ist oder, wenn diese bereits unwiderruflich getroffen wurde, wie ich dem Unvermeidlichen eine akzeptable Note verpassen kann, ohne weiter dem „was hätte sein können“ hinterherzutrauern. Hier wäre ein Mentor hilfreich, ein Mediator oder ein weiser Lehrer. Leider fehlen mir der Umgang und die Mittel, um permanent den Dalai Lama an mich zu binden, doch fiel mir dann zumindest einer seiner engsten Vertrauten wieder ein.

Ein besonders lieber Mensch hat mir vor Monaten mal ein Buch geschenkt, das mich von Anfang an fasziniert hatte. Doch durch die ganzen Scheidungs- und Umzugsthemen war es ein wenig aus meinem Bewusstsein verschwunden. Heute nun blätterte ich wieder darin und setzte das Lesen im zuletzt aufgeschlagenen Kapitel fort. Das Seltsame ist: Genau dieses Kapitel enthielt einige Ratschläge und Anregungen, die exakt zu meiner zwiespältigen Situation rund um das Haus passen. Und sich um das Loslassen drehen. Und mir zumindest ein wenig Weisheit mit auf den Weg geben, um aus der anstehenden Veränderung vielleicht nicht ein Glücksgefühl, aber doch etwas nicht vollends negatives zu machen.  

Nun ist es ja in der Regel nicht so, dass man ein paar Worte, Sprüche und Gedanken liest (ihr kennt meine Abneigung gegen Glückskekssprüche), aber so manch interessanter Aspekt vermag bei der Lektüre achtsamer Geschichten durchaus hängen zu bleiben. Und dann eben auch ein wenig Hilfestellung zu bieten. In meinem Fall geht es um die Angst vor der Angst. Vor dem nächsten Schritt. Und einem Neuanfang, der zwar ungewollt ist, aber durchaus Chancen zur Erfüllung von Träumen bereit hält, die seit Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten, in mir schlummern. Und diesen Gedanken gilt es festzuhalten, zu pflegen und darauf etwas aufzubauen. Das Vergangene mag ärgerlich, frustrierend oder auch tief verletzend gewesen sein, aber es ist eben auch – vergangen. Es war der Wegweiser zum Jetzt und nur darauf kommt es im Wesentlichen an. Dieses Jetzt so gut anzugehen, dass daraus ein schönes Morgen entstehen kann.

Ich weiß nun zumindest grob, wie ich die nächsten Wochen angehen möchte und ich beginne, meinen Frieden mit einer unfassbar schweren Entscheidung zu schließen. Das ist ein großartiges, ein befriedigendes Gefühl und es führt dazu, heute mit einem Lächeln durch den Abend zu schreiten. Gepaart mit einer intensiven, aufgeheizten, dennoch respektvollen und fruchtbaren Diskussion mit meiner Mama war das heute ein wirklich lehrreicher Tag. So darf es weitergehen. Ach so, das Buch heißt „Die Katze des Dalai Lama„, falls ihr auch ein wenig Weisung benötigt, kann ich es nur wärmstens empfehlen.

Keep on rockin´

Ree

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