Wahnsinn, es ist Februar!

2018. Ich habe mich noch gar nicht blicken lassen, so umfassend war ich mit mir selbst beschäftigt. Ist es Selbstfindung, Selbstverleugnung oder Selbstverarsche? So genau weiß ich das gerade in der Tat nicht wirklich. Ich lebe in einer Zwischenzeit, einer seltsamen Phase aus unfassbarer Freiheit und wahnwitzigem Getriebensein; ich habe keine Verpflichtungen, lege mir aber so viele auf, dass die Tage selbst dann an mir vorbei rasen, wenn ich meinen dicken Hintern lediglich auf der kuhgefleckten Couch meines momentanen Übergangsdomizils parke. Auch wenn ich nichts tue, halten es meine Gedanken offenbar für eine prima Idee, in irrsinnigem Tempo durch die Weiten meines Hirns zu rasen und mal schlechtes Gewissen, mal urbane Sehnsüchte und mal fast greifbare Pläne in den Vordergrund zu stellen. Will ich mich aber tatsächlich mal auf eines dieser Dinge konzentrieren, prasselt eine Vielzahl neuer (verborgener?) Eindrücke auf mich ein, die die Aufmerksamkeit aus dem Diesseits ins Andere und über Umwege wieder zurück jagen. Was das bedeutet? Ich habe in über 12 Monaten Freiheit sehr vieles angefangen und so wirklich gar nichts beendet. Beispiele? No problem.

Da wollte mal einer an der Journalistenschule das Rüstzeug der schreiberischen Künste erweitern, um ein tolles Zertifikat an die Wand klatschen zu können. Würde sich doch toll neben der Bachelor-Urkunde aus Großbritannien machen. Ok, gelernt habe ich schon einiges, 11 Hausarbeiten sind abgegeben, was mich nur noch durch eine letzte und die Abschlussarbeit quälen lässt, doch warum, verdammt nochmal, fällt es mir so schwer? Immerhin habe ich mich gegen viele Kandidaten durchgesetzt und wollte im Oktober durch sein. Klar, ich darf bis Oktober 2018 verlängern, aber muss man wirklich alles bis zuletzt ausreizen? Ich stehe übrigens 1,9 und die Unterlagen sind irrsinnig lehrreich, daran kann es also nicht liegen. Bin ich so adrenalingetrieben, dass mich nur Deadlines pushen? Durchaus möglich, war im Business-Studium nicht groß anders. Dennoch, die letzten Hausarbeit muss nun bald mal raus.

Weiteres? Klaro. Ihr erinnert euch an mein Musikprojekt? Drei Videos sind online, neun Songs sind aufgenommen, zwölf sollen es eigentlich werden. Aber seit Oktober habe ich keinen mehr aufgenommen, obwohl ich schon Kontakte mit Presswerken und Co herstellen konnte. Liebe ich die Musik nicht mehr? Doch, aber vielleicht fehlen die aufgeputschten Nächte. Ok, das lässt sich vielleicht mal wieder lösen. Aber wann?

Fehlt noch was? So manches. Ich suche ja auch mal wieder eine Festanstellung, weil ich das Gefühl habe, dass mir das ein wenig fehlt. Ich weiß natürlich, dass meine monetäre Erwartung nicht von jedem bedient werden kann, doch sollte man sich ja auch nicht übermäßig unter Wert verkaufen. Dennoch wäre es vermutlich ratsam, seine Unterlagen mal in Gänze zu perfektionieren und einen kleinen Bewerbungsmarathon zu starten. Im Gegensatz dazu habe ich zwar sehr gute Dokumente, doch der Versand läuft doch noch sehr schleppend. Ich rede mir zwar ein, dass dies auch mit dem Angebot zu tun hat, dennoch denke ich tagtäglich, dass da mehr geht.

Und das sind nur drei von geschätzt zwanzig Themen, die mir gerade wichtig sind. Da gibt es noch Zwischenmenschliches, Webprojekte, Reisepläne, Finanztransaktionen und, und, und. Alter Falter. Und so ging der erste Monat des Jahres 2018 ins Land, ein besonderes, da ich mal wieder ein Jahrzehnt abschließen darf, ohne dass ich auch nur einen lausigen Beitrag hier geschrieben habe. Hit me, kick me, but please stay wit´me! Ich werde 40, ich brauche euch mehr denn je. Wenn man gedanklich noch in den 20ern hängt, wird das bestimmt ein einschneidendes Erlebnis. Wenn meine Hirnzellen denn lange genug bei diesem Gedanken verweilen. Hiermit gebe ich ihnen die Freiheit, diesem Part den Stinkefinger zu zeigen und die Aufmerksamkeit auf andere Dinge zu lenken. Word!

Keep on rockin´
Ree

P1050336

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Comments
2 Responses to “Wahnsinn, es ist Februar!”
  1. Jens sagt:

    Ach Mensch, Liste machen. Abarbeiten, Liste erweitern abarbeiten. Kauf dir ein cyclocross.
    Mach die Hausarbeit vor dem Geburtstag fertig und du hast die Hälfte vom Rest des Studiums schon in der Tasche.
    Bei der Musik kann ich nix sinnvolles beitragen.
    Ja ich weiß; Ratschläge sind Schläge, so ähnlich möchte ich meine Hinweise auch verstanden haben. Aber eher als Tritte. Arschtritte.
    Das wichtigste ist aber das Fahrrad, weil es dir die Birne durchbläst und sortiert.
    😉

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