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Denn wenn Du denken kannst!

Heimat(los) I                              (März 2016)

Geflohen, Heimat hinter sich
Gelassen, fällt schon schwer
Zu denken an was einst gewesen
Ist, als Frieden war.

Wichtig ist, zu retten was
Geliebt und wahrhaft zählt
Die Sicherheit zu suchen für
Das Kind, die Frau, den Mann.

Begeben in Gefahr, auf eine Route
Unbekannt, das Leben nicht
Gewiss, was morgen kommt
Wer weiß, auch Tod.

Die Schüsse in den Ohren noch
Ein Einschlag zittert nach, zu
Halten gab es nichts, die Flucht
Als Lösung stand sie nah.

Der Okzident, als Rettungsziel
Familiensicherheit, versprochen
Wurde wahrhaft viel, ein Paradies
Das naht, mit Freiheit, Lebenssinn.

Genommen nur, was auf dem Weg
Real zu tragen war, Kontakt zu
Halten, Kleidung, Brot, dies ward
Die erste Wahl, adieu, geweint und los.

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Bloß verloren                                         (Februar 2016)

Nichts von dem geblieben, das Freude einst versprach.
Gegangen, ohne Worte, Herz, was liegst Du plötzlich brach.
Geschunden, ja auf Ewig wohl, verletzt, gekränkt, zerstört.
Ein Flehen, Aufschrei, Hilferuf, beständig ungehört.

Versunken in Erinnerung, Gedanken, schmerzhaft, sehr.
Gestohlen scheint was eben war, verloren oder mehr.
Der Abschied von der Erde nun, gewünscht, doch nicht real.
Mag Zeit es heilen, heute ward ein jeder Moment Qual.

Der Rest der Welt nimmt Anteil nicht, es dreht die Kugel still.
Das Tagewerk verrichten stört wer Hilfe bieten will.
So ist der Tag die meiste Zeit verlassen und allein.
Bringt Linderung, die Einsamkeit, es muss dann wohl so sein.

Mit jedem Tag, mit jedem Schritt, der Weg wird wieder hell.
Doch spürbar kaum, ja langsam nur, so etwas geht nicht schnell.
Selbst wenn die Zeit die Wunde heilt, man wird nicht neu geboren.
Kein Wunder kann es heilen mehr, ging Großes einst verloren.

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