Denn wenn Du denken kannst!

Zeit                                                                                                (Juni 2018)

Hab in der Gegenwart die Zukunft der Vergangenheit gesehen
Stets muss Gestern seinen Weg in Richtung Heute weitergehen
Wartet niemals, ohne Rücksicht, das ist wichtig zu verstehen
Nicht zu ändern, was geschah, denn die Zeit bleibt niemals stehen

Auch das Heute ist vergänglich, dennoch zählt der Augenblick
Hab Dein Tagewerk im Griff, denn er kommt niemals zurück
Tue Gutes, aus dem Herzen, so beeinflusst Du das Glück
Und bist Autor Deiner Zeit, zelebrierst Dein eigenes Stück

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Wach                                (Jede Nacht)

Die Dämonen halten wach
In dieser und jeder anderen Nacht
Sagt, wie bekommt man sie los
Verzweiflung, will doch schlafen bloß
Doch sie kommen immer wieder
Der Puls rast, steckt ein Schreck in meinen Gliedern
Muss das denn immer noch sein
Geht jetzt zum Teufel, lasst mich allein

Dunkel ist nicht nur die Nacht
Auch das Böse, das sie mitgebracht
Ich weiß nicht, wie stark ist mein Wille
Diese Bilder gegen die Stille
Schließ ich die Augen, beginnt das Spiel
Oft spring ich auf, es wird mir zu viel
Und wenn ihr fragt wie ich es schaffe ohne Schlaf
Denk ich bei mir, dass ich ja nicht schlafen darf

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Heimat(los) I                              (März 2016)

Geflohen, Heimat hinter sich
Gelassen, fällt schon schwer
Zu denken an was einst gewesen
Ist, als Frieden war.

Wichtig ist, zu retten was
Geliebt und wahrhaft zählt
Die Sicherheit zu suchen für
Das Kind, die Frau, den Mann.

Begeben in Gefahr, auf eine Route
Unbekannt, das Leben nicht
Gewiss, was morgen kommt
Wer weiß, auch Tod.

Die Schüsse in den Ohren noch
Ein Einschlag zittert nach, zu
Halten gab es nichts, die Flucht
Als Lösung stand sie nah.

Der Okzident, als Rettungsziel
Familiensicherheit, versprochen
Wurde wahrhaft viel, ein Paradies
Das naht, mit Freiheit, Lebenssinn.

Genommen nur, was auf dem Weg
Real zu tragen war, Kontakt zu
Halten, Kleidung, Brot, dies ward
Die erste Wahl, adieu, geweint und los.

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Bloß verloren                                         (Februar 2016)

Nichts von dem geblieben, das Freude einst versprach.
Gegangen, ohne Worte, Herz, was liegst Du plötzlich brach.
Geschunden, ja auf Ewig wohl, verletzt, gekränkt, zerstört.
Ein Flehen, Aufschrei, Hilferuf, beständig ungehört.

Versunken in Erinnerung, Gedanken, schmerzhaft, sehr.
Gestohlen scheint was eben war, verloren oder mehr.
Der Abschied von der Erde nun, gewünscht, doch nicht real.
Mag Zeit es heilen, heute ward ein jeder Moment Qual.

Der Rest der Welt nimmt Anteil nicht, es dreht die Kugel still.
Das Tagewerk verrichten stört wer Hilfe bieten will.
So ist der Tag die meiste Zeit verlassen und allein.
Bringt Linderung, die Einsamkeit, es muss dann wohl so sein.

Mit jedem Tag, mit jedem Schritt, der Weg wird wieder hell.
Doch spürbar kaum, ja langsam nur, so etwas geht nicht schnell.
Selbst wenn die Zeit die Wunde heilt, man wird nicht neu geboren.
Kein Wunder kann es heilen mehr, ging Großes einst verloren.

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